Historisches:

Nach den erfolgreichen amerikanischen Fluss-Übergängen an der Unter- und Mittelmosel erreichten die ersten US-Soldaten am Abend des 16. März 1945 den Rhein zwischen Hirzenach und Oberwesel. Es handelte sich hierbei um vorgeschobene Aufklärungseinheiten der 90. US-Infanteriedivision, die zu diesem Zeitpunkt noch in schwere Kämpfe im Raum Pfaffenheck-Udenhausen-Buchholz verwickelt war. Bis zum 19. März 1945 fiel das komplette linksrheinische Gebiet zwischen Bingen und Koblenz in amerikanische Hand.

Bereits am 7. März konnten Teile der 9. US-Panzerdivision die Ludendorff-Eisenbahnbrücke bei Remagen unzerstört erobern, und einen Brückenkopf auf dem rechtsrheinischen Ufer schaffen können.  

Die rechtsrheinischen Brückentürme der zerstörten Ludendorff-Eisenbahnbrücke zwischen Remagen und Erpel. Quelle: Archiv Autor.

Um den sich immer weiter vergrößernden Brückenkopf bei Remagen in der Flanke zu sichern, wurde durch die US-Militärplaner erwogen den Rhein an verschiedenen Stellen zwischen Koblenz und Bingen zu überqueren, um anschließend die verbliebenen deutschen Einheiten zwischen Lahn und Main weiter nach Osten zu drängen. Unterstützt wurde dieses Vorgehen durch den amerikanischen Rheinübergang bei Nierstein/Oppenheim am 22.und 23. März 1945, wodurch die verbliebenen deutschen Truppen des Wehrkreises XII und des LXXXIX. Armeekorps faktisch nun ihrerseits in den Flanken bedroht wurden. Eine Verteidigung der Mittelrheinlinie war zu diesem Zeitpunkt militärisch bereits sinnlos geworden. Mit der Durchführung der durchzuführenden Rheinübergänge wurde das VIII. US-Korps beauftragt.

Am frühen Morgen des 25. März 1945 überquerten zunächst Teile der 87. US-Infanteriedivision den Rhein zwischen Rhens und Oberlahnstein/Braubach sowie zwischen Boppard und Kamp-Bornhofen/Filsen.  

Blick auf die Übergangsstelle zwischen Boppard und Kamp-Bornhofen. Quelle: Archiv Autor.

Während der Übergang bei Boppard nahezu ohne amerikanische Verluste von statten ging, wurden die US-Soldaten zwischen Oberlahnstein und Braubach durch schweres deutsches Abwehrfeuer mehrfach zurückgeworfen. Erst bei Tagesanbruch gelang es den versprengten und isolierten Einheiten der ersten Welle die deutschen Verteidigungsstellungen, die sich auch entlang der Höhenzüge zwischen den beiden Städten erstreckten, nach und nach auszuschalten und einen Brückenkopf zu bilden. Allerdings dauerte es noch bis zum 27. März 1945, bis die deutsche Rheinverteidigung in der Tiefe durchbrochen werden konnte. Anschließend wurde der weitere Vormarsch in Richtung Bad Ems, Nassau und Vordertaunus aufgenommen.

Zerstörte Lahnbrücken in Bad Ems, März 1945. Quelle: Archiv Dieterichs, Bad Ems.

Nur einen Tag später, am 26. März 1945, vollzogen sich die Rheinübergänge der 89. US-Infanteriedivision bei Oberwesel und St. Goar. Während der Übergang bei Oberwesel auf den rechtsrheinischen Bereich zwischen dem Rossstein und der Stadt Kaub abzielte, wurde der Übergang bei St. Goar in zwei Stoßrichtungen ausgeführt. Eine Gruppe unternahm einen Vorstoß in Richtung Wellmich, die zweite Gruppe überquerte den Fluss direkt zwischen den Städten St. Goar und St. Goarshausen. An allen Übergangsstellen entbrannten schwere Kämpfe zwischen den angreifenden amerikanischen Truppen und den deutschen Verteidigern, die sich hauptsächlich entlang der schroffen Höhenzüge eingegraben hatten.  

Lagekarte der 89. US-Infanteriedivision vom 26. März 1945.

Im Erdkampf eingesetzte leichte 2cm-Flakgeschütze, unterstützt durch das Feuer aus MG-Nestern sowie Granatwerferbeschuss forderten einen hohen Blutzoll unter den amerikanischen Soldaten. Auch in diesem Bereich dauerte es bis zum Tagesanbruch des 26. März 1945, bis die meisten deutschen Verteidigungsstellungen ausgeschaltet werden konnten. Teilweise wurden hierzu amerikanische Panzerjäger für den direkten Beschuss bis an das linksrheinische Ufer herangezogen.  

Deutsche Verteidigungsstellung bei Ehrenthal. Quelle: Archiv Autor.

Während die US-Armee am Mittelrhein bis zu 45.000 gut ausgebildete und ausgerüstete Soldaten einsetzen konnte,bestanden die deutschen Kräfte größtenteils aus zusammengewürfelten und versprengten Flakverbänden, Volkssturmeinheiten oder Ersatzkompanien. Der einzige Großverband, die 276. Volksgrenadierdivision, verfügte zu diesem Zeitpunkt nur noch über einen Bruchteil ihrer Sollstärke. Diese schwachen Kräfte waren über einen Abschnitt von mehr als 50 Kilometern verteilt.

Alle Übergangsstellungen waren zuvor sorgfältig ausgesucht worden. Entscheidungsgrundlage bildete in erster Linie die Verfügbarkeit von leistungsfähigen Straßen zur Heranführung von Truppen und Material, sowie die Möglichkeit auf der rechtsrheinischen Seite schnell und unkompliziert ins deutsche Hinterland vorstoßen zu können.

Nach der Errichtung zweier Nachschubbrücken zwischen Boppard und Kamp-Bornhofen, sowie zwischen St. Goar und St. Goarshausen nahmen die Truppen des VIII. US-Korps am 27. März 1945 den Vormarsch in Richtung Taunus und Mitteldeutschland auf.  

Zwischen dem 27. und 28. März 1945 konnte fast das gesamte Gebiet des heutigen Rhein-Lahn-Kreises eingenommen werden. Darunter auch die links der Lahn gelegenen Gebiete, der Einrich und die Esterau. Immer wieder wurde der amerikanische Vormarsch durch deutsche Sperren und Nachhutgefechte verlangsamt. Aufgehalten werden konnte er jedoch nicht. Viele Soldaten beider Seiten, sowie zahlreiche Zivilpersonen fanden bei diesen sinnlosen Kämpfen den Tod. Zahlreiche Dörfer erlitten kurz vor dem Kriegsende noch schwere Zerstörungen. Mit dem großflächigen Erreichen der damaligen Reichsautobahn 3 am 29. März 1945 verließen die Kämpfe das Kreisgebiet.  

 

Neuigkeiten und Ergänzungen zum Buch                         "Sturm am Mittelrhein": 

An dieser Stelle möchte ich über Neuigkeiten und Recherche-Ergebnisse zum Themengebiet Kriegsende am Mittelrhein informieren.  

Darüber hinaus sollen auch evtl. notwendige Korrekturen und/oder Richtigstellungen die im Zusammenhang mit meinem Buch "Sturm am Mittelrhein" stehen an dieser Stelle vorab kommuniziert werden.

Es lohnt sich also immer mal wieder reinzuschauen.

Die Einträge sind in absteigender Reihenfolge sortiert. 

 

letzte Aktualisierung (Nr. 43) am 12.07.2017:

Update zu den Ereignissen an der Minensperre an der Kreisstraße 70 zwischen Braubach und Hinterwald am 27.03.1945

Durch langwierige Recherchen des Heimatforschers Klaus Schoch (Autor der zwei Bände "Zwischen Rebenhügeln und großer Politik"- Zur Geschichte der Stadt Braubach am Rhein im 20. Jahrhundert.) konnten weitere Details zum der Minenexplosion an der Kreisstraße 70 zwischen Braubach und Hinterwald ausfindig gemacht werden (siehe Bericht vom 23.05.2013).

Wie aus der Chronik des 334th Field Artillery Battalions hervor geht, ereignete sich der Zwischenfall entgegen einer früheren Darstellung am 27. März 1945 bei einer Erkundsfahrt zweier Offiziere ins Hinterland der Front.

Durch die Wucht der Explosion wurde aus dem mit vier Personen besetzten US-Jeep

der Operations Officer Major Franklin C. Seiler sowie der Kommandeur der C-Battery, Captain Joseph G. Mobley getötet, und die beiden Soldaten Private John E. Perkinson und Corporal Ryfort C. Willis schwer verletzt. Die nicht vollständig geräumte Sperre wurde nur wenige Tage später, am 08. April 1945 dem Anstreicher Adolf Schulze aus Wiesbaden ebenfalls zum Verhängnis, als er versuchte mit einem mit Hausrat schwer beladenen Fuhrwerk die Stelle zu umfahren, und dabei ebenfalls eine Mine auslöste. Schulze starb durch zahlreiche Splitter, die seinen ganzen Körper getroffen hatten.

Durch die Rechercheergebnisse Klaus Schochs konnte somit wieder ein Puzzlestück in der ansonsten fast vergessenen Kriegsgeschichte am Mittelrhein eingefügt werden.

(12.07.2017)

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Zweiter Band zur Stadtgeschichte von Braubach (ab 1939) ist nun erhältlich

Die Kriegsereignisse der kleinen Stadt am Mittelrhein sind u.a. Bestandteil des zweiten Bandes zur Stadtgeschichte von Braubach. "Zwischen Rebenhügeln und großer Politik" enthält so z.B. ein umfangreiches und detailiertes "Kriegstagebuch" zu allen wichtigen Ereignissen in und um Braubach. Dem Autor Klaus D. Schoch ist es gelungen die vielfältige Geschichte Stadt im 20. Jahrhundert aufzuarbeiten, und auf interessante und lesenswerte Art zu beschreiben.

Kontakt:

Tourist-Information Braubach

Rathausstr. 8  

56338 Braubach   

Tel: 02627-976001  

Fax: 02627/976005

E-Mail: info@braubach.de

(03.05.2017)

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Bereinigung falscher Divisionszuordnung im Buch "Sturm am Mittelrhein"

Durch einen aufmerksamen Leser und Heimatforscher wurde ich darauf hingewiesen, dass die in Fussnote Nr. 413 gemachten Angaben zu den US-Panzerdivisionen, welche im Rahmen des 5. US-Korps in den Raum Limburg vorgestoßen sind, nicht korrekt sind. Nach einer entsprechenden Prüfung wurde der Text der Fussnote korrigiert:

"Die 6. SS-Gebirgsdivision „NORD“ traf im Raum Limburg auf Teile der 9. US- Panzerdivision, welche im Rahmen des 5. US-Korps am 25. März aus dem Remagener Brückenkopf vorstoßend Limburg am 26. März 1945 erreichte."

Ebenso wurde die Bildunterschrift auf Seite 189 angepasst. Das Bild zeigt nicht wie angegeben den SS-Oberführer Goebel, sondern den SS-Sturmbannführer Raithel aus seiner Dienstzeit als Gebirgsjäger.

(29.03..2017)

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Das Buch "Stadtgeschichte von Braubach - Band 1" (bis 1939) ist nun erhältlich

Auf den letzten Drücker ist es in Braubach gelungen: Band 1 der Stadtgeschichte "Zwischen Rebenhügeln und großer Politik" ist  fertig geworden (bis einschl. 1939) und in der Stadtinformation erhältlich!

Nach der erfolgreichen Buchpräsentation wurde die Lieferung des Buches schon mit Spannung erwartet. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest ist es nun da und wird sicher auf vielen Gabentischen liegen.

Kontakt:

Tourist-Information Braubach

Rathausstr. 8  

56338 Braubach   

Tel: 02627-976001  

Fax: 02627/976005

E-Mail: info@braubach.de




























(22.12.2016)

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Mit etwas Verspätung ist das Buch "Rhens im Krieg" des Rhenser Heimatforschers Richard Schneck nun erhältlich. Richard Schneck hat sich seit den 1990er Jahren sehr intensiv mit der Geschichte seiner Heimatgemeinde auseinander gesetzt, und gerade in Bezug auf US-Einheiten, welche im März 1945 an den Übergängen im Mittelrheintal beteiligt waren, zahlreiche bisher unbekannte Informationen zusammengetragen. Das Buch ist im Eigenverlag des Autors erschienen und unter der Homepage http://www.rhens-im-krieg.com/das-buch.html

bestellbar.

(12.09.2016)

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Nach mehr als zweijähriger Bearbeitungszeit, konnte in der vergangenen Woche endlich der Zeitzeugenbericht eines ehemaligen Miehlener Bürgers, der heute in den USA lebt, fertig übersetzt werden. Die handschriftlichen Aufzeichnungen, welche in Sütterlin verfasst waren, benötigten eine Übersetzung in mehreren Stufen.

In dem sehr interessanten Dokument schildert der Autor Begebenheiten rund um die Gemeinde Miehlen in den letzten Kriegstagen im März 1945, und wie er und einige andere Jungen noch kurz vor dem amerikanischen Einmarsch nach Mitteldeutschland verbracht werden sollten. Für den Historiker sehr interessant sind dabei auch die detaillierten Beobachtungen, welche die Jungen auf ihrem Flucht vor der heranrückenden Front gemacht haben.

(30.08.2016)

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Anfang April 2016 erscheint im Eigenverlag des Rhenser Historikers Richard Schneck das neue Werk "Der Krieg in Rhens". In dem Buch werden die Ereignisse des Krieges in der Luft und auf dem Boden im Bereich der Rheingemeinde Rhens zwischen 1939 und 1945. Natürlich nimmt der amerikanische Rheinübergang der 87. US-Infanteriedivision am 25. März 1945 einen breiten Raum ein. Richard Schneck, der dem Autor Stefan Michels auch zahlreiche lokale Hinweise zu "Sturm am Mittelrhein" zugänglich gemacht hat, ist es nach jahrelanger Recherche gelungen, die kriegerischen Ereignisse in Rhens eindrucksvoll zu Papier zu bringen.

Vorbestellungen können über die Homepage des Autors getätigt werden.  

http://www.rhens-im-krieg.com  

(07.03.2016)

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Am 20.03.2015 erschien im Mitteilungsbaltt der Verbandsgemeinde Loreley ein Artikel über den 70. Jahrestag zum Einmarsch amerikanischer Truppen in der Rheingemeinde Kestert.

(23.03.2015)

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Am 06.03.2015 nahm der Autor auf Einladung des Filsener Geschichtsstammtisch an einem Vortrag über die amerikanischen Rheinübergänge zwischen Koblenz und Bingen teil. Anlässlich dieses Treffens berichteten zahlreiche Zeitzeugen auch über ihre Erlebnisse während der Kriegszeit in der Rheingemeinde Filsen. Ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung kann in der Ausgabe Nr. 62 der Rhein-Lahn-Zeitung nachgelesen werden. 

(14.03.2015)

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Eine sehr interessante Dokumentation wurde dem Autor in der vergangenen Woche zugesendet. Ein ehemaliger Bürger von Miehlen, der nach dem Krieg in die USA ausgewandert ist, übergab dem Autor eine eigenhändige, schriftliche Zusammenfassung der Ereignisse in der Taunusgemeinde zwischen dem 20. und 27. März 1945 aus Zeitzeugensicht. Die darin enthaltenen detailierten Informationen werden nun aufgearbeitet und sollen für weitere interessierte Personen zur Verfügung gestellt werden. Da alle Aufzeichnungen auf 30 DIN A4-Blättern handschriftlich in deutscher Schrift verfasst sind, wird die Übersetzung allerdings noch einige Zeit benötigen.    

(12.06.2014)

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Durch den Hinweis eines interessierten Lesers konnte einer der beiden Kamper Bürger namentlich benannt werden, welche auf amerikanische Anforderung am 24. März 1945 gegen den Willen der deutschen Truppen eine weiße Fahnen am Turm der Pfarrkirche St. Nikolaus hissten, und somit halfen größeres Unheil von ihrer Gemeinde abzuwenden. Vielen Dank an dieser Stelle.  

(26.02.2014)

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Seit der dritten Januar-Woche ist die überarbeitete Auflage des Buches "Sturm am Mittelrhein" nun im Buchhandel verfügbar. Nach Auskunft des Verlages werden nur noch Bücher der überarbeiteten Auflage ausgegeben. Vielen Dank an dieser Stelle an die zahlreichen Hinweise und Ergänzungen vieler interessierter Leser.

(01.02.2014)

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Die Korrekturphase für die zweite, überarbeitete Auflage des Buches "Sturm am Mittelrhein" ist mittlerweile beendet. Die ersten 100 Exemplare werden gerade gedruckt, und sind vorraussichtlich Anfang Januar 2014 im Buchhandel oder beim Autor erhältlich. Über 1900 Anpassungen, Neuinformationen und Korrekturen sind nach den zahlreichen Rückmeldungen interessierter Personen in das Werk eingeflossen. Lassen Sie sich überraschen.

(28.12.2013) 

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Vorankündigung:
Ende November 2013 erscheint im Lahnbrück Verlag das Buch "Die Stadt - Bad Ems 1914-1964", des bekannten Emser Heimatforschers Wilfried Dieterichs.
Dieterichs, der auch bei der Erstellung von "Sturm am Mittelrhein" maßgeblich beteiligt war, hat in mehr als 20-jähriger Recherche zahlreiche und bisher unbekannte Details in der Geschichte der Kurstadt an der Lahn beleuchtet.
So u.a. auch die Kriegszeit 1939-1945, sowie das Kriegsende im März 1945, als Bad Ems zeitgleich von zwei verschiedenen US-Armeen erobert wurde (1. US-Armee und 3. US-Armee).
Über 600 Seiten mit mehr als 100 Abbildungen. Nähere Informationen zu diesem absolut empfehlenswerten Buch unter: www.badems1914-1964.de

(07.10.2013)

 

 

Bei Bauarbeiten wurden in der zweiten Augustwoche Flugzeugteile eines deutschen Jagdflugzeuges in der Gemeinde Hainau bei Nastätten gefunden. Leider ist über diesen Abstuz und seine näheren Umstände bisher nur wenig bekannt. Angeblich wurde unter Zuhilfenahme eines Baggers u.a. der Motor der Maschine geborgen. Wenn jemand Kentnisse über die damaligen Vorgänge besitzt, würde ich mich über eine kuze Mitteilung freuen.

(02.10.2013)

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Die Korrekturphase für die zweite, überarbeitete Auflage des Buches "Sturm am Mittelrhein" ist fast abgeschlossen. Zahlreiche Anregungen und Hinweise von Zeitzeugen konnten das Bild der Ereignisse im März 1945 am Mittelrhein weiter abrunden. Die korrigierten Buchfassungen sollen bis Jahresende 2013 verfügbar sein.

(30.09.2013)
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Während der Sommerpause sind die Arbeiten an der Erstellung einer neuen Homepage, welche das bisherige Provisorium ablösen soll, gut vorangekommen. Layout und Textgestaltung stehen fest. Allerdings wird es noch bis Ende Oktober 2013 dauern, bis die ersten Inhalte online gehen können.

(27.09.2013)

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Die in dem Kapitel über die Kämpfe in der Stadt Boppard erwähnte Fährverbindung von Boppard auf das rechtsrheinische Ufer zwischen Kamp-Bornhofen und Filsen (Seite 69, 70 und 180) wurde von der Familie Josef Hewel betrieben, und nicht wie fälschlicherweise angegeben von der Familie Josef Hebel.

(06.06.2013)

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In dem Kapitel über die Kampfhandlungen in der Stadt Braubach wurde auch auf ein Gefecht im Mühlen-Tal zwischen Braubach und Hinterwald verwiesen. Durch die eingegangenen Informationen eines damals dort lebenden Zeitzeugen war es möglich die Ereignisse im unteren Bereich dieses Tales genauer zu rekonstruieren. Demnach hatten deutsche Pioniere unweit der ehemaligen Behelfsheime (dort wo heute die damalige Kleinbahntrasse auf die Kreisstraße 70 mündet) eine Minensperre angelegt. Am Nachmittag des 27. März 1945 fuhr ein mit vier Personen besetzter amerikanischer Jeep auf diese Sperre auf. Durch die Explosion wurden drei Insassen auf der Stelle getötet. Der vierte Soldat wurde schwer verletzt.  

An diesem Tag unternahmen die US-Truppen keinen weiteren Versuch mehr in das untere Mühlen-Tal vorzustoßen. Die im Buch geschilderten Kämpfe mit deutschen Flak-Kräften fanden demnach im oberen Talbereich mit amerikanischen Truppenteilen statt, die über die Dachsenhausener Straße nach Hinterwald vorgestoßen waren. 

(23.05.2013)  

Blick auf die Lage der ehemaligen Minensperre entlang der Kreisstraße 70 zwischen Braubach und Hinterwald, unweit der Auffahrt der damaligen Kleinbahntrasse. Quelle: Archiv Autor. Aufnahme aus dem Jahr 2013.

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Der im Kapitel über das Kriegsende in der Gemeinde Kestert angegebene Sachverhalt und das Schicksal bezüglich des vermissten Volkssturmangehörigen aus der Gemeinde Dausenau an der Lahn hat sich in weiten Teilen aufgeklärt.

Aufgrund einer Zeitungsanzeige zur Buchveröffentlichung am 11. Mai 2013 hat sich die Tochter des Soldaten gemeldet, und berichtet dass ihr Vater nicht aus Dausenau stammte, sondern aus Hadamar. Die sterblichen Überreste ihres Vaters wurden 1957 in einem als "Unbekannt" beschrifteten Grab am Franziskaner-Kloster in Kamp-Bornhofen exhumiert und nachträglich identifiziert. Der Volkssturmangehörige Josef Pott ruht heute noch auf dem Ehrenfriedhof des Klosters.

(Erster Eintrag am 08.05.2013)

Grabstelle von Josef Pott auf dem Soldenfriedhof des Klosters Bornhofen. Quelle: Archiv Autor. Aufnahme vom 26.10.2014.

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